Amerika so gegen 1906: Die ehemeligen Sklaven sind zwar befreit, aber alles andere als GLEICHBERECHTIGT. Niemand findet etwas dabei, sie mit den “N”-Wörtern zu bezeichnen, kein Hahn kräht danach, dass sie noch nicht mal vor Gericht gleichberechtigt sind. Einer der wenigen, die das NICHT einfach so hinnehmen, ist der Anwalt Ben Corben. Obwohl er im Süden der USA, bzw. einem ehemaligen Sklavenstaat aufwuchs, kämpft er einen Kampf gegen Windmühlen und versucht sein Möglichstes, um den Afro-Amerikanern Gerechtigkeit zu verschaffen. Meistens ist das vergebliche Liebesmüh, denn wenn ein Afro-Amerikaner/Afro-Amerikanerin damals wegen irgend etwas angeklagt wurde, war er/sie schon so gut wie verurteilt.
Dann wird Ben eines Tages zu President Roosevelt ins Weiße Haus eingeladen. Sie kennen sich noch aus dem Krieg und sind gute Freunde. Roosevelt hatte gehört, dass Afro-Amerikaner in ehemaligen Sklavenstaaten gelyncht werden und will dass Ben diesbezüglich Ermittlungen anstellt. Sehr zum Verdruß seiner Frau, die Bens Idealismus NICHT teilt und ihn lieber in einer finanziell günstigen Position sehen würde, fährt Ben in sein altes Dorf. Zu seinem Entsetzen muss er feststellen, dass die Gerüchte nicht nur wahr sind, sondern auch UNTERTRIEBEN. Weiße lynchen dort ehemalige Sklaven zum Zeitvertreib. Es ist ein gesellschaftliches Ereignis. Anstatt nach der Kirche zu einem Sonntagspicknick zu gehen, treffen sich die Menschen dort, um zu sehen, wie ein armer Teufel gelyncht wird. Das “Vergehen” kann so “schwerwiegend” sein wie eine weiße Frau zu lange anzusehen: Das bedeutet, dass er Gedanken hat, die ihm NICHT ZUSTEHEN. Oder aber er sieht sie NICHT an: Eine solche “Respektlosigkeit” kann nicht ungestraft bleiben.
Die Situation spitzt sich zu, als Mitglieder vom Ku Klux Klan in das Viertel der Afro Amerikaner reiten, um dort ein respektiertes und altes Mitglied der Gemeinde zum Lynchen abzuholen. Zusammen mit der Familie des alten Mannes stoppt Ben diese Möchtegern-Mörder und stellt sie vor Gericht. Das Pikante daran: Der Richter ist Bens Vater, der die Zustände in seinem Ort aus vollem Herzen billigt und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist er sogar selber ein Mitglied des Klans. Obwohl Ben voller Leidenschaft kämpft, kann er nicht gewinnen. Wie auch, wenn sowohl die Jury, als auch der Richter nichts Schlimmes daran sehen, wenn das Gesetz mit Füßen getreten wird, wenn es um Afro-Amerikaner geht. Dennoch kann Ben einen gewissen Sieg einheimsen, bevor er sich wieder auf den Weg nach Washington macht.
Dort muss er zu seinem Ärger feststellen, dass Roosevelt mit ihm gespielt hat. Der Präsident hatte gar kein Interesse daran, dass sich die Zustände im Süden ändern, bzw. die Lynchjustiz dort aufhörte. Ihm ging es nur darum, bei den Afro-Amerikanern zu punkten, um deren Stimmen für die bevorstehende Wahl einzuheimsen.
Tja, Politiker… In einem anderen Buch stand ein sehr guter Spruch, dem ich nur aus vollem Herzen zustimmen kann: “Es gibt einen ganz sicheren Weg zu erkennen, wann ein Politiker lügt: Sein Mund bewegt sich!!”
Es ist schon eine ganze Zeitlang her, dass ich diesem Merkspruch über die Afro-Amerikaner gelernt habe, aber ich glaube nicht, dass sich seitdem viel geändert hat in Amerika: “Last to be hired, first to be fired”
Die N-Wörter sind jetzt UN-Wörter in den USA und auch hier in Deutschland, aber dennoch wird es immer wieder Menschen geben, die auf Menschen herabblicken, weil sie eine andere Hautfarbe haben. Rassismus läßt sich nicht abschaffen.
Frankreich im Mittelalter bzw. während der Kreuzzüge: Ein Wanderprediger kommt in ein kleines Dorf und hält eine feurige Rede. Daraufhin entschliessen sich einige Männer und Jungs ins Heilige Land zu ziehen und gegen die “Ungläubigen” zu kämpfen, um das Heilige Land zu “befreien”. Unter diesen Männern ist auch Hugh DeLuc. Die unheilige Realität des Krieges desillusioniert ihn sehr bald, aber erst nachdem er alle Freunde verloren hat, die er auf dem Weg ins Heilige Land machte und auch von einem “Ungläubigen” verschont wurde, kehrt Hugh zurück. Dort findet er Chaos vor. Der kleine Gasthof, den er mit seiner Frau aufgebaut und geführt hat, wurde von dunkel gekleideten Reitern mit einem schwarzen Kreuz auf der Brust abgebrannt, seine Frau entführt, das ganze Dort wurde verwüstet. Hugh will das nicht so einfach hinnehmen. Mit Hilfe von Emily, einer Adligen kann er als Hofnarr bei dem Adligen herumschnüffeln, den er in Verdacht hat, hinter diesen Schandtaten zu stecken. Es stellt sich heraus, dass dieser Adlige zwar absolut kein Menschenfreund ist, aber in Bezug auf diese Verbrechen nicht schuldig.
Ned Kelly gehört absolut nicht zu den oberen 10.000 von Amerika. Eher das Gegenteil. Sein Vater hat eine Strafakte, die ellenlang ist, sein älterer Bruder wurde getötet, als er einen Job für seinen Dad machen wollte. Das war einen Art wake-up-call für Ned und auch seinen kleinen Bruder Dave. Ned setzt sich ab, wird in Kalifornien Lifeguard am Strand und Dave fängt an Jura zu studieren. Ganz ehrlich zu werden, kann sich Ned aber nicht leisten. Deswegen macht er ab und zu mal ein paar kleinere Diebstähle, oder Jobs, bei denen aber keiner körperlich zu Schaden kommt. Dennoch sagt er von sich selber immer, er habe prinzipiell Pech. Eines Tages scheint sich aber sein Glück zu wenden. Er trifft eine junge, hübsche und offenbar reiche Frau am Strand. Tess mag Ned und schläft mit ihm. Für Ned scheint tatsächlich alles besser zu werden. Er hat Tess und dann bekommt er einen völlig leichten Job, für den er eine Millionen Dollar erhalten soll: Ned soll ein ein paar reichen Häusern den alarm auslösen und während die Polizei kreuz und quer durch Palm Beach fährt, um diesen Alarmen nachzugehen, klauen Neds Freunde mehrere Gemälde aus einem anderen Haus. Aber das Pech hält an: Als die Freunde in das Haus eindringen, sind die Bilder schon weg. Ned fällt aus allen Wolken, als er das hört und dann wird es noch schlimmer und noch schlimmer: Er erfährt dass Tess ermordet wurde, kurz nachdem er sie für diesen Job verließ und auch seine Freunde springen über die Klinge!!! Beides wird Ned angehängt und er muss fliehen. Ned vermutet, dass sein Vater dahinter steckt und sucht ihn auf. Sein Vater gibt indirekt zu, dass er etwas damit zu tun hat, aber dass er nichts tun wird, um Ned zu entlasten.
England im 2. Weltkrieg. Tommy und Tuppence sind “zu alt”, um in diesem Krieg aktiv mitzuwirken. Ihre erwachsenen Kinder leisten alle ihren Beitrag und diese zwei früheren Spione müssen zu Hause bleiben und sich langweilen. Dann wird Tommy gebeten, sich undercover in einem Gästehaus auf dem Lande umzusehen. Dort wird ein Spion von den Nazis vermutet. Tuppence soll zu Hause bleiben, wenn es nach Tommys Auftraggebern geht. Aber das läßt sie sich natürlich nicht gefallen. Ihr gemeinsamer, geschärfter Verstand läßt sie auch diesmal nicht im Stich und sie entlarven die Bösewichter. Wie üblich bei Agatha Christie hätte man NIE vermutet, dass diese Personen die Schuldigen sind.
In einem fiktiven Land, das Japan SEHR ähnelt, wächst der Junge Takeo mit seiner Mutter, seinen Stiefgeschwistern und Stiefvater behütet und geliebt auf. Aber sein Glück findet ein jähes Ende, als der mörderische Kriegslord Inuyama das ganze Dorf grausam abschlachtet, nur weil sie einem verborgenen Gott huldigen. Nur mit extremer Geistesgegenwart und der Hilfe eines weiteren Lords namens Shigeru kann Takeo entkommen. Der Lord nimmt Takeo an Sohnes statt auf. Sehr bald merkt der Junge, dass er besondere Fähigkeiten hat: Er kann extrem gut hören und kann für kurze Zeit an zwei Orten gleichzeitig sein. Diese Fähigkeiten werden von Lord Shigeru gefördert und für Takeo ist es selbstverständlich, dass er diese Fähigkeiten einsetzen wird, um sein Dorf zu rächen und Inuyama zu töten. Doch wird ihm das möglich sein? Es kommt auch noch erschwerend hinzu, dass Takeo sich in das Mädchen verliebt, mit dem sich sein Vormund gezwungenermaßen verloben musste. Kann Takeo seinen Vorsatz in die Tat umsetzen und gibt es für ihn und Kaede ein Happy End?