Ex libris

„Rezensionen“ von meiner „Bibliothek“

Patterson, James:“Alex Cross’s trial“

Verfasst von dieckhoff am November 21, 2009

Amerika so gegen 1906: Die ehemeligen Sklaven sind zwar befreit, aber alles andere als GLEICHBERECHTIGT. Niemand findet etwas dabei, sie mit den „N“-Wörtern zu bezeichnen, kein Hahn kräht danach, dass sie noch nicht mal vor Gericht gleichberechtigt sind. Einer der wenigen, die das NICHT einfach so hinnehmen, ist der Anwalt Ben Corben. Obwohl er im Süden der USA, bzw. einem ehemaligen Sklavenstaat aufwuchs, kämpft er einen Kampf gegen Windmühlen und versucht sein Möglichstes, um den Afro-Amerikanern Gerechtigkeit zu verschaffen. Meistens ist das vergebliche Liebesmüh, denn wenn ein Afro-Amerikaner/Afro-Amerikanerin damals wegen irgend etwas angeklagt wurde, war er/sie schon so gut wie verurteilt.
Dann wird Ben eines Tages zu President Roosevelt ins Weiße Haus eingeladen. Sie kennen sich noch aus dem Krieg und sind gute Freunde. Roosevelt hatte gehört, dass Afro-Amerikaner in ehemaligen Sklavenstaaten gelyncht werden und will dass Ben diesbezüglich Ermittlungen anstellt. Sehr zum Verdruß seiner Frau, die Bens Idealismus NICHT teilt und ihn lieber in einer finanziell günstigen Position sehen würde, fährt Ben in sein altes Dorf. Zu seinem Entsetzen muss er feststellen, dass die Gerüchte nicht nur wahr sind, sondern auch UNTERTRIEBEN. Weiße lynchen dort ehemalige Sklaven zum Zeitvertreib. Es ist ein gesellschaftliches Ereignis. Anstatt nach der Kirche zu einem Sonntagspicknick zu gehen, treffen sich die Menschen dort, um zu sehen, wie ein armer Teufel gelyncht wird. Das „Vergehen“ kann so „schwerwiegend“ sein wie eine weiße Frau zu lange anzusehen: Das bedeutet, dass er Gedanken hat, die ihm NICHT ZUSTEHEN. Oder aber er sieht sie NICHT an: Eine solche „Respektlosigkeit“ kann nicht ungestraft bleiben.
Die Situation spitzt sich zu, als Mitglieder vom Ku Klux Klan in das Viertel der Afro Amerikaner reiten, um dort ein respektiertes und altes Mitglied der Gemeinde zum Lynchen abzuholen. Zusammen mit der Familie des alten Mannes stoppt Ben diese Möchtegern-Mörder und stellt sie vor Gericht. Das Pikante daran: Der Richter ist Bens Vater, der die Zustände in seinem Ort aus vollem Herzen billigt und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist er sogar selber ein Mitglied des Klans. Obwohl Ben voller Leidenschaft kämpft, kann er nicht gewinnen. Wie auch, wenn sowohl die Jury, als auch der Richter nichts Schlimmes daran sehen, wenn das Gesetz mit Füßen getreten wird, wenn es um Afro-Amerikaner geht. Dennoch kann Ben einen gewissen Sieg einheimsen, bevor er sich wieder auf den Weg nach Washington macht.
Dort muss er zu seinem Ärger feststellen, dass Roosevelt mit ihm gespielt hat. Der Präsident hatte gar kein Interesse daran, dass sich die Zustände im Süden ändern, bzw. die Lynchjustiz dort aufhörte. Ihm ging es nur darum, bei den Afro-Amerikanern zu punkten, um deren Stimmen für die bevorstehende Wahl einzuheimsen.

Tja, Politiker… In einem anderen Buch stand ein sehr guter Spruch, dem ich nur aus vollem Herzen zustimmen kann: „Es gibt einen ganz sicheren Weg zu erkennen, wann ein Politiker lügt: Sein Mund bewegt sich!!“
Es ist schon eine ganze Zeitlang her, dass ich diesem Merkspruch über die Afro-Amerikaner gelernt habe, aber ich glaube nicht, dass sich seitdem viel geändert hat in Amerika: „Last to be hired, first to be fired“
Die N-Wörter sind jetzt UN-Wörter in den USA und auch hier in Deutschland, aber dennoch wird es immer wieder Menschen geben, die auf Menschen herabblicken, weil sie eine andere Hautfarbe haben. Rassismus läßt sich nicht abschaffen.

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Patterson, James-

Verfasst von dieckhoff am November 21, 2009

JesterFrankreich im Mittelalter bzw. während der Kreuzzüge: Ein Wanderprediger kommt in ein kleines Dorf und hält eine feurige Rede. Daraufhin entschliessen sich einige Männer und Jungs ins Heilige Land zu ziehen und gegen die „Ungläubigen“ zu kämpfen, um das Heilige Land zu „befreien“. Unter diesen Männern ist auch Hugh DeLuc. Die unheilige Realität des Krieges desillusioniert ihn sehr bald, aber erst nachdem er alle Freunde verloren hat, die er auf dem Weg ins Heilige Land machte und auch von einem „Ungläubigen“ verschont wurde, kehrt Hugh zurück. Dort findet er Chaos vor. Der kleine Gasthof, den er mit seiner Frau aufgebaut und geführt hat, wurde von dunkel gekleideten Reitern mit einem schwarzen Kreuz auf der Brust abgebrannt, seine Frau entführt, das ganze Dort wurde verwüstet. Hugh will das nicht so einfach hinnehmen. Mit Hilfe von Emily, einer Adligen kann er als Hofnarr bei dem Adligen herumschnüffeln, den er in Verdacht hat, hinter diesen Schandtaten zu stecken. Es stellt sich heraus, dass dieser Adlige zwar absolut kein Menschenfreund ist, aber in Bezug auf diese Verbrechen nicht schuldig.
Auf Umwegen findet Hugh seine Emily an einem Ort, wo er sie NIEMALS vermutet hätte. Sie stirbt in seinen Armen.
Hugh findet heraus, dass die ehrlosen Ritter, denen ritterlichkeit schon lange egal ist, nach einer kostbaren Reliquie suchen und davon überzeugt sind, dass sie sich in Hughs Besitz befindet.
Sowohl Hugh als auch die anderen Einwohner seines Dorfes – inklusive des Pastors – sind die Willkür ihres Lords leid und es kommt zu einem Aufstand. Der ist so unerwartet, dass er von Erfolg gekrönt ist.
Letztendlich wendet sich alles zum Guten, nicht zuletzt auch wegen Emilys Vater, der höher gestellt ist, als Hugh hätte ahnen können.

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Patterson, James: „Lifeguard“

Verfasst von dieckhoff am August 9, 2009

LifeguardNed Kelly gehört absolut nicht zu den oberen 10.000 von Amerika. Eher das Gegenteil. Sein Vater hat eine Strafakte, die ellenlang ist, sein älterer Bruder wurde getötet, als er einen Job für seinen Dad machen wollte. Das war einen Art wake-up-call für Ned und auch seinen kleinen Bruder Dave. Ned setzt sich ab, wird in Kalifornien Lifeguard am Strand und Dave fängt an Jura zu studieren. Ganz ehrlich zu werden, kann sich Ned aber nicht leisten. Deswegen macht er ab und zu mal ein paar kleinere Diebstähle, oder Jobs, bei denen aber keiner körperlich zu Schaden kommt. Dennoch sagt er von sich selber immer, er habe prinzipiell Pech. Eines Tages scheint sich aber sein Glück zu wenden. Er trifft eine junge, hübsche und offenbar reiche Frau am Strand. Tess mag Ned und schläft mit ihm. Für Ned scheint tatsächlich alles besser zu werden. Er hat Tess und dann bekommt er einen völlig leichten Job, für den er eine Millionen Dollar erhalten soll: Ned soll ein ein paar reichen Häusern den alarm auslösen und während die Polizei kreuz und quer durch Palm Beach fährt, um diesen Alarmen nachzugehen, klauen Neds Freunde mehrere Gemälde aus einem anderen Haus. Aber das Pech hält an: Als die Freunde in das Haus eindringen, sind die Bilder schon weg. Ned fällt aus allen Wolken, als er das hört und dann wird es noch schlimmer und noch schlimmer: Er erfährt dass Tess ermordet wurde, kurz nachdem er sie für diesen Job verließ und auch seine Freunde springen über die Klinge!!! Beides wird Ned angehängt und er muss fliehen. Ned vermutet, dass sein Vater dahinter steckt und sucht ihn auf. Sein Vater gibt indirekt zu, dass er etwas damit zu tun hat, aber dass er nichts tun wird, um Ned zu entlasten.
Hilfe gibt es von völlig unerwarteter Seite: Eine FBI-Agentin, die sich auf gestohlene Kunstwerke spezialisiert hat, glaubt an einen Inside-Job und dass der „Bestohlene“ was mit dem Diebstahl und den Morden zu tun hat. Aber wie das immer ist: Je reicher ein Mensch ist, desto weniger ist er vor dem Gesetz angreifbar. Zumindest die Polizei und das FBI (mit Ausnahme von Elli) konzentrieren sich lieber auf Ned, als auf das „Opfer“.
Aber jemand anders ist auch auf Neds Seite, hat KEINE Angst vor reichen Leuten, hat selber ein Hühnchen mit dem wahren Schuldigen zu rupfen und will ihm ans Leder. So kommt es zu einem Happy End.

SPANNEND, aber nicht unbedingt ein Buch, das ich 2x lesen würde!!

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Christie, Agatha: N or M?

Verfasst von dieckhoff am August 3, 2009

Agatha ChristieEngland im 2. Weltkrieg. Tommy und Tuppence sind „zu alt“, um in diesem Krieg aktiv mitzuwirken. Ihre erwachsenen Kinder leisten alle ihren Beitrag und diese zwei früheren Spione müssen zu Hause bleiben und sich langweilen. Dann wird Tommy gebeten, sich undercover in einem Gästehaus auf dem Lande umzusehen. Dort wird ein Spion von den Nazis vermutet. Tuppence soll zu Hause bleiben, wenn es nach Tommys Auftraggebern geht. Aber das läßt sie sich natürlich nicht gefallen. Ihr gemeinsamer, geschärfter Verstand läßt sie auch diesmal nicht im Stich und sie entlarven die Bösewichter. Wie üblich bei Agatha Christie hätte man NIE vermutet, dass diese Personen die Schuldigen sind.
Nicht zu fassen, dass eine nette Lady aus dem viktorianischen Zeitalter soleche fast schon teuflische Bücher schreiben kann. Damals wurde der Verstand der Frauen und Mädchen nicht sehr gefordert/gefördert!!!

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Hearn, Lian: „Grass for his pillow“

Verfasst von dieckhoff am August 2, 2009

Die Fortsetzung von “Across the nightingale floor” spielt wieder im feudalen Japan . Takeo musste die Liebe seines Lebens Kaede verlassen, um bei dem Stamm, der Familie seines Vaters zu leben, seine Fähigkeiten zu kontrollieren und zu verfeinern. Er hatte kompletten Gehorsam geschworen, um die Erlaubnis zu bekommen, seinen Adoptivvater zu retten und den Diktator zu töten, der sein ganzes Dorf ausgerottet hat. Der Stamm ist eine im Geheimen arbeitende Organisation von Auftragsmördern. Auch sie haben solche Fähigkeiten wie Takeo, aber nicht so viele und so fein wie er. Diese Organisation verlangt bedingungslosen Gehorsam und totale Unterwerfung von Takeo. Da er sein Wort gegeben hat, gehorcht er anfangs. Aber die drei Teile, die ihn ausmachen, stehen immer mehr im Widerspruch zu einander. Ein Teil von ihm ist Tamaso, der mit der Religion des verborgenen Gottes (Christentum) aufwuchs, ein zweiter Teil gehört dem Stamm und auch diesen Teil kann er nicht verleugnen. Der dritte und letzte Teil ist Takeo, Adoptivsohn von Lord Otori Shigeru und nach dessen Tod Erbe dieses Clans.
Irgendwann erträgt Takeo die Amoral und Brutalität des Stamms nicht mehr. Er flieht und ist von nun an vogelfrei für den Klan. Doch Takeo ist nicht bereit däumchendrehend zu warten, bis der Klan ihn findet und tötet. Statt dessen wird er die Aufzeichnungen seines Adoptivvaters über diese Organisation für einen Präventivschlag nutzen.
Währenddessen ist Kaede ganz auf sich alleine gestellt. Sie ist in dem Netz der Gesellschaft gefangen, die den Frauen keine große Rolle zugesteht. Sie muss sich aus dieser Rolle befreien, um ihre Familie und den Einfluss von dieser zu erhalten. Sie sucht widerwillig die Hilfe eines kalten, emotionslosen Nachbarn, der in ihr ein kostbares Juwel sieht, das er in seine Sammlung einfügen will.

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Brown, Rita Mae: Santa Clawed

Verfasst von dieckhoff am Juli 28, 2009

Das erste Weihnachtsfest, seit Harry und Fair wieder zusammen sind. Sowohl das wieder-frisch-gebackene Paar, als auch das tierische Trio feiern sich auf diese besonderen Tage. Doch dann finden die Vier- und Zweibeiner schon VOR dem 24.Dezember ein „Geschenk“ unter dem Baum, den Harry sich ausgesucht hatte: Ein Mönch, der vorher seinem jetzigen „Job“ ein betrügerischer Banker war und dafür hinter Gittern saß, liegt mit aufgeschlitzter Kehle unter dem „Christbaum“. Neugierig, wie ihre zwei Katzen, will Harry diesem Mord auf den Grund gehen. Dabei kommt so einiges zu Tage, was gewisse Leute (nicht zuletzt auch die Mönche des Ordens der Liebe) lieber unter Verschluss gehalten hätten. Harry bezahlt ihre Neugierde mit einem gehörigen Schlag auf den Kopf und später muss das tierische Trio sie einmal wieder aus einer brenzligen Situation raushauen!
Mörder sind PRINZIPIELL dumme Menschen, denn ihnen fehlt die Phantasie ihre Probleme und Konflikte VERBAL, oder sonstwie zu lösen. Statt dessen greifen sie zu Mord und Totschlag! In großen, anonymen Städten mögen manche Mörder damit davon kommen, aber NICHT in Crozet Virginia. Menschen die DORT Mord/e begehen, sind wohl die dümmsten unter den Mördern. Sie wissen, dass Harry und ihr Trio dort leben und sie in der Vergangenheit schon viele Mordfälle gelöst hat, aber DENNOCH morden sie!!! Diesmal ist das Motiv für Mord noch nicht mal Geld, bzw. Gier, sondern etwas Anderes. Jesus H.Christ on a RAFT. Die Hälfte der Menschheit besteht aus Männern. Wenn ICH von einem enttäuscht würde, dann würde ich wohl eine Zeitlang in meine Kissen heulen und mich schließlich glücklich schätzen, dass ich diesen s.o.b los bin.

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Hearn, Lian

Verfasst von dieckhoff am Juli 28, 2009

NightingaleIn einem fiktiven Land, das Japan SEHR ähnelt, wächst der Junge Takeo mit seiner Mutter, seinen Stiefgeschwistern und Stiefvater behütet und geliebt auf.  Aber sein Glück findet ein jähes Ende, als der mörderische Kriegslord Inuyama das ganze Dorf grausam abschlachtet, nur weil sie einem verborgenen Gott huldigen. Nur mit extremer Geistesgegenwart und der Hilfe eines weiteren Lords namens Shigeru kann Takeo entkommen. Der Lord nimmt Takeo an Sohnes statt auf. Sehr bald merkt der Junge, dass er besondere Fähigkeiten hat: Er kann extrem gut hören und kann für kurze Zeit an zwei Orten gleichzeitig sein. Diese Fähigkeiten werden von Lord Shigeru gefördert und für Takeo ist es selbstverständlich, dass er diese Fähigkeiten einsetzen wird, um sein Dorf zu rächen und Inuyama zu töten.  Doch wird ihm das möglich sein? Es kommt auch noch erschwerend hinzu, dass Takeo sich in das Mädchen verliebt, mit dem sich sein Vormund gezwungenermaßen verloben musste. Kann Takeo seinen Vorsatz in die Tat umsetzen und gibt es für ihn und Kaede ein Happy End?

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Al-Baz, Rania: „Entstellt“

Verfasst von dieckhoff am Oktober 6, 2008

Rania Al-Baz lebt in Saudi-Arabien und ist eine gute Muslimin, die sich an die Regeln ihrer Religion hält und dementsprechend auch ihren Eltern-ganz besonders ihrem Vater gehorcht. Er will, dass sie Medizin studiert, also geht sie auf die Universität.

Für saudi-arabische Verhältnisse heiratet Rania erst recht spät und schenkt ihrem Mann eine Tochter. Doch die Ehe geht in die Brüche, weil Rania ihrem Mann nicht erwachsen genug ist („phantastische“ Begründung!!!). Rania ist am Boden zerstört. Auch ihr Vater macht sich Sorgen um sie. Um sie ein wenig aufzuheitern, arrangieren Freunde eine Art Vorstellungsgespräch bei einem TV Sender in Saudi-Arabien. Sie meistert es mit BRAVOUR und wird die erste Nachrichtensprecherin, die OHNE Schleier auf dem Bildschirm erscheint.

Dieser Ruhm hat ungeahnte Folgen: Rania wird von einem Schlagersänger heftig umworben. Das wäre ja eigentlich schön, aber es ist ein Schwarzer und diese gelten in Saudi-Arabien immer noch als Menschen zweiter Klasse (zumindest habe ich das so herausgelesen). Als das Werben schon an Belästigung grenzt wird und Rania sich nicht heftig genug dagegen wehrt, wird sie von ihrem Vater ins Zimmer eingesperrt und nur herausgelassen, um zur Arbeit zu gehen. Doch dann gibt er letztendlich nach, damit er seine Ruhe hat.

In dieser Ehe ist Rania aber alles andere, als auf Rosen gebettet. Raschid, ihr Mann kontrolliert und dominiert sie, wo er weiß und kann, er verbietet ihr aus dem Haus zu gehen und „gestattet“ ihr nur weiterhin den Beruf als Nachrichtensprecherin auszuüben, weil er selber kein Geld verdient. Auch nach der Geburt von zwei Kindern verbessert sich Ranias Ehe nicht. Irgendwann hält sie es nicht mehr aus und verlangt von ihrem Mann die Scheidung. Daraufhin bekommt er einen Wutanfall und schlägt sie derart zusammen, dass sie mit dem Tode ringt. Raschid gerät in Panik, verfrachtet sie in sein Auto und lädt sie wie einen Sack Abfall vor einem Krankenhaus ab, aber OHNE dort anzurufen, oder auch am Empfang eine Nachricht zu hinterlassen. Zum Glück wird Rania rechtzeitig gefunden, um ihr Leben zu retten. Aber sie ist schwer verletzt und ihr Gesicht entstellt. Erst nach mehrmaligen Operationen kann sie sich ohne Schleier wieder auf die Straße gehen.

Ihr Fall macht international Schlagzeilen. Saudi-Arabien steht international am Pranger für seine fehlenden Frauenrechte. Rania läßt sich nicht unterkriegen, sondern kämpft für Frauenrechte und – so unfaßbar das klingt – VERZEIHT ihrem Mann. Als er sich selber stellt, handelt sie mit den Richtern, so dass er nur drei, statt sechs Monate Gefängnis bekommt und ihm ferner das öffentliche Auspeitschen erspart bleibt, was die Scharia für Mord 8auch versuchten) vorsieht. Dafür wird ihr das alleinige Sorgerecht für die gemeinsamen Kinder zugesprochen.

Jetzt lebt Rania irgendwo in Europa under cover, um vor ihrem Ex-Mann sicher zu sein.

Tja, es mag sehr großzügig, um nicht zu sagen sogar CHRISTLICH sein, einem Mann zu vergeben, der einen über Jahre hinweg tyrannisiert und dann entstellt hat. Aber ich will ganz ehrlich sein: Wäre MIR das passiert, hätte ich ihm NICHT vergeben. Ganz im Gegenteil. Ich hätte vermutlich meine Berühmtheit ausgenutzt, um dem Mistkerl NOCH MEHR Zeit hinter schwedischen Gardinen zu bescheren und bei seiner Auspeitschung hätte ich in erster Reihe gesessen! Was setzt Rania eigentlich für ein Zeichen? Ihr Mann darf sie tyrannisieren, zusammenschlagen und sie VERZEIHT ihm? Viele andere, tyrannische Männer werden sich darauf verlassen, dass ihre Frauen ebenso duldsam und großherzig sein werden, denn wenn Rania, eine Berühmtheit, ihrem Mann verzeihen kann, dann werden Otto-Normal-Verbraucherinnen doch bestimmt ebenso reagieren!!!

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Patterson, James:“5th horseman“

Verfasst von dieckhoff am Oktober 5, 2008

Lindsay und Yuki sind gerade mit Yukis Mutter shopping, als Mrs.Castellano auf einmal umfällt: Sie hat einen Schlaganfall und wird ins San Francisco Medical Center eingeliefert. Doch bei einem Treffen abends mit dem „Women’s murder club“ erfährt Lindsay, dass gerade gegen dieses Krankenhaus ein Gerichtsverfahren wegen falscher Behandlung in mehreren Fällen läuft. In den letzten Jahren wurden mehrmals Patienten als geheilt entlassen und starben dann plötzlich. Ist Yukis Mutter dort sicher und in guten Händen?

Was mir an den Büchern von James Patterson so gut gefällt ist unter anderem dies: Zum Ende ist nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen. Schon mehrmals war es nur ein halbwegs gutes Ende, was die Bücher nur noch spannender und irgendwie auch glaubwürdig macht. Wie oft hat man schon im realen Leben ein komplettes Happy End?

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Patterson, James:“4th of July“

Verfasst von dieckhoff am Oktober 5, 2008

Nach einer schief gelaufenen Verhaftung schießt Lindsay Boxer in Notwehr auf zwei Teenager. Das 15jährige Mädchen stirbt und der 13jährige Junge ist bis zum Ende seines Lebens vom Hals abwärts gelähmt. Lindsay selber wird auch angeschossen. Doch damit ist der Alptraum noch nicht vorbei. Der Vater der zwei Teenager zerrt sie wegen Polizei-Brutalität vor Gericht. Um der Medien-Hetze zu entgehen, flüchtet sich Lindsay ins Half Moon Bay zurück. Aber auch dort findet sie keine Ruhe. Es werden verschiedene Morde begangen, die sie an einen immer noch ungelösten Fall aus dem Beginn ihrer Polizei-Karriere erinnern. Sowohl bei dem Mordprozess, als auch bei diesen Morden stehen Lindsays Freundinnen aus dem Women’s murder club bei: Cindy die hartnäckige Reporterin, Claire die Pathologin und schliesslich Yuki Castellano, Lindsays Verteidigerin.

Manche sagen, dass dieses Buch nicht so gut ist, wie all die vorherigen, des Women’s murder club, aber ich finde es SEHR GUT!!

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